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gegen Bauchfett, Alterserscheinungen und Lustlosigkeit

Diese Sportarten sind Life-Hacks!

Es gibt Sportarten, die uns so richtig glücklich und vital machen, während wir fit werden Foto: iStock/Getty Images
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Haben Sie auch das Gefühl, Sie wollen jetzt am liebsten alles nachholen, was in den Wintermonaten nicht möglich war? Endlich weg mit dem Pandemie-Speck, ciao Lustlosigkeit und auf zu neuen Abenteuern? Dann sind „Junglefit“, „Callanetics“ oder „Belly Dance“ wahrscheinlich genau das richtige für Ihren sportlichen Neustart!

Wir haben für Sie einige Ideen, die Sie jetzt perfekt beim Fitwerden unterstützen und ein paar positive Nebeneffekte mitbringen …

1. Junglefit

Um was geht es?
Junglefit ist ein individuelles und spielerisches Fitnesstraining ohne festes Programm, das draußen, auf Wiesen, im Wald oder in Parks ausgeübt wird. Man kann ganz einfach anfangen und während eines kurzen oder mittellangen Laufes balancieren, klettern, kriechen und springen. Es geht dabei nicht in erster Linie darum, vorgefertigte Ziele zu erreichen, sondern einfach um den Spaß an der Bewegung und das Entdecken der eigenen Fähigkeiten in der Natur. 

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Wenn Sie keinen Wald vor der Haustür haben: Auch in der Stadt gibt es Bänke, über die man hüpfen und Treppen, die man hochkrabbeln kann.

Effekt?
Muskeln und Gelenke werden perfekt trainiert: Genau auf solche unterschiedlichen Bewegungen in der natürlichen Umgebung ist der menschliche Bewegungsapparat ausgelegt. Wer es bei Wind und Wetter durchzieht, stärkt sein Immunsystem und härtet sich ab!

Für wen geeignet?
Für jeden, da jeder seinen individuellen Interessen und Bewegungstalenten nachgehen kann.

Ausrüstung?
Sportkleidung, am besten eng anliegend, um nirgends hängen zu bleiben.

Achtung: Auch wenn Junglefit fast nur mit Vorteilen daherkommt, gibt es ein Risiko: Zecken. Ihnen zu begegnen, ist besonders im Wald und auf Wiesen wahrscheinlich. Diese Blutsauger können Krankheiten wie eine Hirnhautentzündung (FSME) und Borreliose übertragen. Auf der sicheren Seite sind Sie daher mit einer Impfung – gerade in Süddeutschland und in anderen Zeckenrisikogebieten ist diese dringend zu empfehlen.

2. Callanetics

Um was geht’s?
Callanetics ist ein Training für die Tiefenmuskulatur. Es ist eine Mischung aus Ballett, Gymnastik und Yoga. Durch sanfte, sich wiederholende Übungen soll die Muskulatur gestärkt werden, ohne die Wirbelsäule zu belasten. Die Muskelübungen sind kombiniert mit entspannenden Bewegungen.
Diese Trainingsform ist nicht ganz neu, sie wurde in den 80er-Jahren von dem US-Amerikaner Callan Pinckney entworfen und war ein echter Trend! Millionen Bücher und Übungsvideos wurden verkauft.

Effekt?
Vor allem Frauen flogen damals auf das Training, weil es relativ zügig den Po straffen, Oberschenkel schmaler machen und Bauchfett effektiv schmelzen lassen soll, ohne – wovor frau früher noch Ängste hatte – große Muskeln aufzubauen. Durch die langsamen und sich wiederholenden Bewegungen soll sowohl die Tiefenmuskulatur als auch das Herz- Kreislauf-System angeregt werden, die Bewegungswahrnehmung und Koordination sollen sich verbessern. Viele Callanetics-Fans beschreiben auch eine beruhigende Wirkung.

Viele Callanetics-Videos aus den 80ern sind auf YouTube zu finden. Übrigens auch eine coole Idee für einen Retro-Video-Call mit FreundInnenFoto: iStock/Getty Images

Für wen?
Für alle, denen Aerobic zu schnell ist und ruhige Yoga-Arten zu langsam. Das Programm wird auch zur Regeneration nach Schwangerschaften und für Untrainierte empfohlen. Und auch wenn das Konzept schon einige Jährchen älter ist, verbindet es viele Trainingsstile und gilt als angenehm und effektiv.

Ausrüstung?
Eine weiche Unterlage, bequeme Sportklamotten und YouTube. Auf der Video-Streaming-Plattform finden Sie unzählige Videos – neue und auch Originale aus den 80ern. Retro-Feeling inklusive!

Wieso ist es eigentlich so eine gute Idee, häufiger ganz neue Sportarten oder Bewegungsabläufe auszuprobieren?

Wir haben beim Experten nachgefragt. Prof. Stefan Schneider, Bewegungs- und Neurowissenschaftler an der Deutschen Sporthochschule Köln, erklärt: „Gerade in Zeiten voller Monotonie kann es motivierend sein, sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Haben Sie anschließend, vielleicht schon nach den einfachsten Übungen, einen Muskelkater, ist das in diesem Fall das Zeichen, dass wir Muskeln aktiviert haben, die wir bislang vernachlässigt haben.“
Auch Motivation und Kognition würden gefördert, neue Fragen durchbrechen das Alltägliche. „Was muss ich jetzt machen?“, „Wohin geht der Fuß?“ – dies sind wichtige Schritte im Bewegungsverständnis. Sie ermöglichen es, dass wir uns immer wieder neu mit dem eigenen Körper auseinandersetzen. 
Und das Beste: Das Gehirn kann über das ganze Leben hinweg Neues lernen und profitiert sehr davon, wenn wir neue Bewegungsabläufe ausführen. Im Alter ist eine gute Balance übrigens besonders wichtig. Der Experte: „Auch im Alter mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen, vermittelt Sicherheit und Eigenkompetenz. Ein Vertrauen in die eigenen körperlichen Fähigkeiten ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben. Und der Erhalt der Balance ist ein Reflex, der trainiert werden kann. Wichtig ist hier eine große Bewegungsvielfalt, nicht vorgegebene Bewegungsmuster, sondern möglichst viele Variationen.“

3. Slackline

Um was geht’s?
Slackliner balancieren oder turnen auf einem ca. fünf Zentimeter breiten Band, das zwischen zwei Bäumen oder Pfählen befestigt ist. Dabei ist ein Zusammenspiel aus Balance, Konzentration und Koordination wichtig. Es macht nicht nur Spaß, sondern eignet sich auch, um das Gleichgewichtsgefühl zu schulen, und ist daher auch ein wertvolles Zusatztraining zu Sportarten wie Klettern, Kampfsport, Skisport oder Reiten. Ursprünglich stammt das Training aus dem Klettersport, erfreut sich aber seit einigen Jahren auch großer Beliebtheit bei Hobbysportlern.

Slacken macht richtig Spaß und ist für alle Fitness-Level geeignet. Je fester die Slackline gespannt ist, desto einfacher wird es, die Balance zu halten
Foto: iStock/Getty Images

Effekt?
Für den einen ist das Laufen von einem zum anderen Ende der Slackline bereits eine extreme Balance-Herausforderung. Andere setzen sich auf dem Seil sogar hin, machen Sprünge oder führen einen Kopf- oder Handstand aus – die Gleichgewichts- und Balancefähigkeiten können also extrem gefordert werden. Die Körperspannung ist dabei genauso wichtig wie innere Gelassenheit und Konzentration. Sowohl Körper als auch Geist werden dementsprechend trainiert und die Zeit vergeht wie im Flug.

Für wen?
Für alle, die keine krankheitsbedingten Gleichgewichtsprobleme haben.
Tipp: Gerade für ältere Personen kann dies das perfekte Training sein! Gleichgewicht und Kraft lassen im Alter nach, beides kann mit der Slackline effizient trainiert werden. Weitere Infos zur Slackline finden sie auch HIER, bei der DAK-Gesundheit.

Ausrüstung?
Am besten steht man barfuß auf der Slackline. Das restliche Outfit ist Ihnen überlassen. Sie müssen zudem stabile Dinge (dicke Bäume, Pfähle etc.) finden, an der Sie Ihre Slackline befestigen können. Slacklines kosten im Handel zwischen 20 und 150 Euro.

Auch interessant: Sportmythen – hilft Training vor dem Frühstück wirklich beim Abnehmen?

4. Belly Dance

Um was geht’s?
Beim Belly Dance (auch Bauchtanz oder orientalischer Tanz) denken die meisten an orientalische Schönheiten, die mit goldenen Ketten um die Hüften rhythmisch ihren Bauch und die Hüften bewegen. Richtig und falsch. Mittlerweile wird er auf der ganzen Welt, vorrangig von Frauen, ausgeübt. Aber der Tanz kommt aus Ägypten, wo er ursprünglich zu besonderen Festtagen von Menschen aller Geschlechter und aller Altersstufen ausgeführt wurde. Heute ist der Tanz längst in vielen Tanzschulen angekommen, wo man ihn erlernen kann. Und auch auf YouTube gibt es viele Einsteiger-Tutorials.

Ob in der Gruppe mit regelmäßigem Termin oder für sich allein zu Hause: Beim Bauchtanz können Sie Ihren Körper und seine Bewegungen auf eine neue Weise kennenlernen
Foto: iStock/Getty Images

Der Effekt?
Der orientalische Tanz ist ein besonders gutes Rücken- und Beckenbodentraining. Er verbessert die Beweglichkeit vor allem im unteren Lendenwirbelbereich. Eine intensive Bauchtanz-Stunde kann richtig schweißtreibend sein, der Fitnessfaktor ist also hoch. Nicht zuletzt beschreiben viele Bauchtänzer und Bauchtänzerinnen, mithilfe des Tanzes den eigenen Körper besser akzeptieren und lieben zu können.

Für wen?
Alter oder Figur sind völlig egal, jeder kann es probieren.

Ausrüstung?
Keine! Sie können sofort loslegen. Auf YouTube können Sie sich mit der Art der Bewegung vertraut machen und gucken, ob sie Ihnen liegt. Um keine Fehlhaltungen einzuüben, empfiehlt es sich, einen echten Kurs zu besuchen, wo Ihre Haltung und Ihre Bewegungen korrigiert werden.

5. Stand-up-Paddeln

Um was geht’s?
Auf einem dicken Brett, ähnlich einem Surfbrett, paddeln Sie stehend oder kniend über Seen, Flüsse oder im Meer.

Let’s go SUP, wie die lässige Abkürzung der Sportart lautet: Es macht großen Spaß, Wasser und Ufer auf diese Weise zu erkunden
Foto: iStock/Getty Images

Effekt?
SUP bringt viel Spaß, fordert Muskeln und die eigenen Balance-Fähigkeiten. Der Gleichgewichtssinn wird trainiert und das Paddeln ist ein effektives Ganzkörper-Work-out.

Für wen geeignet?
Für alle, die schwimmen können und Spaß an Wassersport haben! Übrigens können auf dem Board auch Übungen ausgeführt werden: Yoga-Fans können ihre Asanas so auf ein neues Level bringen.

Ausrüstung?
Badeklamotten. Wenn es kälter ist, empfiehlt sich auch wärmere Kleidung, die nass werden kann. Auf dem Wasser sollten Sie sich außerdem gut gegen Sonnenbrand eincremen. Und natürlich brauchen Sie ein Board! Das können Sie vielerorts ausleihen oder selbst kaufen (im Discounter ab 190 Euro). 

Egal ob bekanntes Freizeithobby, Fitness-Videos mit Retro-Feeling oder außergewöhnliche Tänze: Es ist immer eine gute Idee, sich sportlich auszutoben und neugierig zu bleiben!


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